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Montag, 18. Oktober 2010

Foodwatch lobt Aigners geplanten Internet-Pranger und fordert zusätzliche Maßnahmen gegen Lebensmittelschwindel

Die unabhängige Verbraucherorganisation Foodwatch hat den von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) geplanten Internetpranger gegen den Schwindel bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln begrüßt.
Der stellvertretende Geschäftsführer der Organisation, Matthias Wolfschmidt, sagte der 
"Saarbrücker Zeitung" (Dienstagausgabe) damit erkenne die 
Bundesregierung endlich an, dass die Verbraucher ein flächendeckendes
Problem hätten. "Man findet praktisch in jedem Regal heute Produkte, 
bei denen Eigenschaften versprochen werden, die das Produkt nicht 
halten kann". Als Beispiele nannte Wolfschmidt den Begriff 
"natürliches Aroma", was nach Früchten klinge. Tatsächlich werde das 
Aroma häufig aus irgendeiner Substanz in der Natur gewonnen, etwa aus
Schimmelpilzen oder Holzresten. Ähnlich irreführend sei oft der 
Hinweis "ohne Geschmacksverstärker". Eine Internetseite könne jedoch 
nie die gesamte Bevölkerung erreichen, sagte Wolfschmidt. "Eine 
wirkliche Lösung gibt es nur, wenn die Regierung sich daran macht, 
die Regeln für die Hersteller zu ändern". So könne Aigner die 
Zuführung von Sauerstoff in Fleischverpackungen verbieten, was sehr 
verbreitet sei und das Fleisch länger frisch aussehen lasse. Auch 
könne sie im EU-Ministerrat verbraucherfreundlichere Regelungen 
fordern. "Da haben wir von ihr aber noch keine ernst zu nehmende 
Initiative gesehen", sagte Wolfschmidt.

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