Montag, 18. Oktober 2010

24. Oktober: 2. Kammerkonzert „Zu Schumanns Geburtstag I“


Programm:

Ludwig van Beethoven: Trio für Klavier, Violine und Violoncello op. 1 Nr. 3 c-Moll
Robert Schumann: Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello Es-Dur op. 47

Mit:
Werner Köhn, Violine
Axel Kühne, Viola
Rüdiger Brandt, Violoncello
Andres Reukauf, Klavier

Das 2. Kammerkonzert ist Robert Schumann gewidmet, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Eröffnet wird das Konzert mit dem dritten Klaviertrio aus Beethovens op. 1, das wohl das Beliebteste dieser drei Trios ist. Beethoven sah es auch als das Gelungenste an, doch Haydn, der bei der Uraufführung anwesend war, äußerte sich ablehnend gegenüber dem dritten Trio, ohne dass allerdings der Grund dafür bekannt war. Vielleicht lässt sich die Zurückhaltung durch den düsteren, wilden Ausdruck des c-Moll-Trios erklären, der sich von den anderen beiden Trios op.1 und von Haydns Kompositionsstil stark unterscheidet.

Beethoven leistete in der Kammermusik Pionierarbeit, indem er die beteilgten Instrumente erstmals in der Musikgeschichte gleichberechtigt behandelte. Auch der Jubilar Schumann orientierte sich an diesem Ideal und verfolgte es zunächst in seinen Streichquartetten: „Auf die Quartette freue ich mich selbst, das Klavier wird mir zu enge, ich höre bei meinen jetzigen Kompositionen oft noch eine Menge Sachen, die ich kaum andeuten kann (…).“ Anschließend wagte sich Schumann an die ausgewogene Kombination von Klavier und Streichern, wie sie ihm in seinem

Klavierquartett op. 47, welches er bescheiden als „recht effektvoll“ beschrieb, auf bewundernswerte Weise gelang.

Kurzführung im Rahmen des 2. Kammerkonzerts im Kunstquartier Hagen
Franz Marcs „Kleine Komposition III“
Es führt: Anna Herber

Das Osthaus Museum zeigt am Sonntag, den 24 Oktober 2010 um 11.00 Uhr in einer Kurzführung die „Kleine Komposition III“ von Franz Mark. Den Maler und den Komponisten Schumann verbindet die Komposition. Sie erschaffen eine künstlerische und harmonische Einheit, indem sie Klänge oder Farben miteinander kombinieren. Franz Marc ist einer der bedeutendsten deutschen Maler des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Wassily Kandinsky begründet er die Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“. Unter Kandinskys Einfluss löst Marc die Farbe von der Gegenstandsbezeichnung, ordnet ihr einen Symbolcharakter zu und entwickelt einen expressiv-abstrahierenden Stil. Die „Kleine Komposition III“ offenbart durch ihre gegenstandslosen Formen und Farben den Endpunkt dieser expressiv-abstrakten Ausdruckskunst, die Marc zu einem Vorläufer des Abstrakten Expressionisten macht.


2. Kammerkonzert „Zu Schumanns Geburtstag I“
24. Oktober 2010 - 11.30 Uhr - Auditorium im Kunstquartier Hagen
11 Uhr - Kurzführung zu Franz Marcs „Kleine Komposition III“

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

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