Für den Hagener DGB sind die Ergebnisse des Bundesrechnungshofes bei der Bewertung der 1-Euro-Jobs keine Überraschung.
Der BRH hatte festgestellt, dass die Jobs die Aufgabe Brücken in den 1. Arbeitsmarkt zu bauen nicht leisten und anstatt die Anforderung der Zusätzlichkeit zu erfüllen, dazu beitragen reguläre Beschäftigung zu verdrängen. Dass dies jetzt von hoher Stelle deutlich gesagt wird, begrüßen die Gewerkschaften.
Marquardt: „Für den DGB geben wir diese Einschätzung auch bereits seit langer Zeit ab – allein sie blieb weithin ungehört. Im Oktober dieses Jahres haben sie in Hagen mit 775 Stellen den Jahreshöchststand 2010 erreicht.“ Während in den Vorjahren die Zahl noch größer war, steigt die Zahl dieser Beschäftigungsverhältnisse wieder an. Mit einer hohen Zahl der 1-Euro-Jobs können zwar die Statistiken geschönt werden, so der DGB, einen ernstzunehmenden Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten sie nicht.
„Was wir viel mehr brauchen“, so Marquardt, „sind gute Arbeitsplätze mit fairer Bezahlung und dazu benötigen wir so schnell es geht einen gesetzlichen Mindestlohn. Damit können Lebensbedingungen verbessert werden und Kaufkraft geschaffen werden. Die wirkt für bessere Beschäftigungsbedingungen und schafft Arbeitsplätze auf dem Binnenmarkt.“
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen